HOPFEN & SALZ BIERMENÜ

Letztens haben wir im Fillet of Soul mal wieder unser alljährliches Biermenü „Hopfen & Salz“ serviert.

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Anstelle des üblichen Weines, gab es hier zu jedem der 6 Gänge der Fillet of Soul Küche ein anderes sehr besonderes Bier. Und zwar stets so eines, wie man es sonst nicht an jeder Ecke bekommt. Die Speisen und die dazu servierten Biere wurden von Fillet of Soul Küchenchef Patrick Gebhard und Biersommelier Oliver Wesseloh von der Kreativbrauerei Kehrwieder speziell aufeinander abgestimmt und ergänzten sich hervorragend. Und das machten sie nach unserem Empfinden sogar noch besser, als das oft bei korrespondierenden Weinen der Fall ist. Sicher hatten die beiden aber auch eine Menge Spaß beim Auswählen, denn das waren schon ein paar leckere Stöffchen!

Patrick und Oliver führten uns dann auch durch den Abend und begleiteten uns durch das Menü. Und das war richtig spannend und vor allem sehr aufschlussreich! Es gab zu jedem der 6 vorgestellten Biersorten mindestens eine Anekdote und noch viel mehr Wissenswertes, auch und vor allem einiges über Bier und dessen Herstellung im Allgemeinen. Dazu war es einfach toll, einmal über den Tellerrand der üblicherweise in Deutschland angebotenen Biersorten und deren Geschmackseinerlei herauszuschmecken.

Gleich der erste Gang nämlich, eine sehr leckere Fasanenbulette, startete z.B. mit einem Bier, so spritzig und feinperlig, mit intensivem Himbeeraroma – es hätte fast als Sekt durchgehen können. Das belgische Bacchus Framboise mit einem Alkoholgehalt von 12,5% – insgesamt doch recht bieruntypisch!

Untypisch ging es dann auch weiter an diesem Abend: uns wurden noch einige weitere Schätze aus deutschen oder belgischen Bierkellern präsentiert, die teilweise gar die Grenzen zwischen Wein und Bier verschwimmen ließen.

Sowohl das Essen, als auch die diversen Biere kamen jetzt, kurz vor dem vierten Gang, auch so langsam im Körper an. Die Speisen blieben würzig bzw. steigerten sich, was das angeht sogar noch und das Bier zog mit. Zum stark geräucherten und nicht wenig salzigen „Pulled Pork“ gab es dann wieder etwas Belgisches: ein recht starkes (8,6%) und gehaltvolles „Tripel Karmeliet“. Danach waren wir eigentlich schon ganz schön satt, aber doch auch sehr gespannt, was Herr Wesseloh uns zum nächsten Schmankerl zu berichten hatte. Bisher hatten wir mit jedem Gang ordentlich was dazu gelernt. Solche Details über die Geschichte des Bieres und der Braukunst bekommt man nicht alle Tage serviert.

Wir arbeiteten uns also weiter vor und waren nach Burgunderbraten mit Schmorzwiebel-Balsamicocreme – dieses Menü war ganz klar eher nichts für Vegetarier, passt aber halt auch einfach so gut zum Bier, das Fleisch – beim wohlverdienten Dessert angekommen. Das begleitende Bier klang in der Beschreibung selbst schon wie ein Dessert: Schokoladennoten, Dörrobst, dunkle Pflaume…also eine flüssige Schwarzwälder Kirsch sozusagen. Hmmm! So was liefert uns die Brauerei Schneider – vielen ja eher bekannt durch deren Weißbier „Schneider Weisse“ – in Form des „Aventinus Eisbock“. Dazu gab es ein hervorragendes Tahiti-Vanilleeis aus eigener Fillet of Soul-Herstellung mit Pflaumenröster und Bockmalzsirup. Diese Nachspeise passte so unglaublich gut zum Eisbock, man hatte große Mühe zum letzten Schluck Bier auch noch ein letztes Löffelchen Dessert auf dem Teller zu haben!

Zum Schluss wurde uns dann ungefragt ein Espresso serviert! So dachten wir – aber weit gefehlt: diese tiefbraune Flüssigkeit in den kleinen Tassen vor uns war erstens kalt und zweitens kein Kaffee! Sondern ein „Russian Imperial Stout“. Und dieses war genau richtig in den Espressotassen. Mit seinem stolzen Alkoholgehalt von 10% war das so nämlich gerade die rechte Menge und geschmacklich gehörte es mit seinen ausgeprägten Röstmalz und Espresssoaromen sowieso dort hinein.

Wir haben uns dann mal besser ein Taxi bestellt und freuen uns schon auf das Hopfen & Salz Biermenü des Fillet of Soul im nächsten Jahr!

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